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E-Learning Dossier Ausgabe 2009/06 - Informations- und Medienkompetenz heutiger Studierender?
Medienkompetenz - Förderung Studierender im Hochschulkontext?
Dr. Tanja Jadin und Eva Zöserl, Fachhochschule Oberösterreich (FHOÖ)
Die Mediennutzung von Studierenden ist im Rahmen einer österreichweiten Befragung, d.h. unter 770 österreichischen Studierenden, erhoben worden. Neben der Erfassung unterschiedlicher, von den Studierenden als relevant erachteter Lernprozesse wurde die Nutzung von Internetanwendungen sowie die Mediennutzung in den für die Studierenden als am bedeutsamsten eingestuften informellen und formellen Lernprozessen abgefragt. In beiden Fällen waren Web-2.0-Medien Bestandteil der Befragung.
Zur explorativen Befragung von Lernprozessen aus Sicht der Studierenden sowie zur Mediennutzung wurde ein online zugänglicher Fragebogen entwickelt. Die Umfrage begann am 11. Dezember 2007 und endete am 24. Januar 2008. [...]
Die Erhebung zeigt, dass allgemeine Internetanwendungen häufigere Verwendung unter den Studierenden finden als Web-2.0-Medien. Unterscheidet man unter den Web-2.0-Medien zwischen der Art der Nutzung (rezipierend vs. partizipativ), so wird zusätzlich ersichtlich, dass die befragten Studierenden Web-2.0-Medien kaum partizipativ nutzen. Diese Ergebnisse decken sich mit den Befunden aus deutschen Befragungen (Kleimann et al. 2008, Fisch & Gscheidle 2008). Zentral war es aber auch für die Autorinnen, in dieser Befragung die Mediennutzung in den Kontext informellen Lernens zu setzen. Sie wollten mehr darüber erfahren, welche (informellen) Lernprozesse aus Sicht der Studierenden relevant sind und welche Web-2.0-Medien in den einzelnen Lernprozessen Verwendung finden. Demnach haben sich hauptsächlich vier relevante informelle Lernprozesse herauskristallisiert, die da sind: «etwas lesen», dicht gefolgt von «mit anderen diskutieren», weiters «praktische Erfahrungen sammeln» und anschliessend «Vorbereitung auf eine Prüfung». [...] Hinsichtlich der Mediennutzung ist auch im informellen Lernkontext zu beobachten, dass eine geringe Web-2.0-Nutzung stattfindet.*
Die Mediennutzung der relevantesten informellen Lernprozesse wie auch weitere Ergebnisse sollten Sie im Detail in der österreichischen Studierendenbefragung nachlesen!
Im Beitrag von Dr. Tanja Jadin und Eva Zöserl in diesem Themendossier knüpfen die Autorinnen zunächst an die Befragung und Ergebnisse an, um dann die Relevanz der Medienkompetenz - sowohl für Lehrende als auch für Studierende - zu erörtern. Dabei gehen sie der Frage nach, was unter einer «Web-2.0-Medienkompetenz» subsumiert werden kann und wie eine entsprechende Förderung in den Hochschulen aussehen könnte.
Tanja Jadin ist gegenwärtig wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fachhochschule Oberösterreich (FH OÖ) in der Forschungs- und Entwickluns GmbH (Fakultät für Informatik, Kommunikation und Medien, Hagenberg). Sie hat an der Universität Salzburg Psychologie und Kommunikationswissenschaft studiert. 2007 hat sie in Psychologie an der Universität Salzburg mit Auszeichnung promoviert. Gegenwärtig ist sie im EU-Projekt «Knowledge Practices Laboratory» als wissenschaftliche Mitarbeiterin beschäftigt. Zuvor hat sie an den Universitäten Salzburg und Linz geforscht und gelehrt. Ihre Forschungsinteressen sind selbstreguliertes und informelles Lernen, computerunterstütztes kollaboratives Lernen, Medienkompetenz sowie Lehren und Lernen mit Web 2.0.
Eva-Maria Zöserl ist gegenwärtig wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fachhochschule Oberösterreich (FH OÖ) in der Forschungs- und Entwickluns GmbH (Fakultät für Informatik, Kommunikation und Medien, Hagenberg). 2006 hat sie den Studiengang «Engineering für Computer-basiertes Lernen» an der FH OÖ (Fakultät für Informatik, Kommunikation und Medien, Hagenberg) mit einem Diplom abgeschlossen. Seither ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im EU-Projekt «Knowledge Practices Laboratory» beschäftigt. Ihre Tätigkeitsschwerpunkte liegen in der Entwicklung und Evaluation Computerunterstützter kollaborativer Lern- und Arbeitsumgebungen sowie im Usability-Testing. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der sozialen Netzwerke sowie des Lehren und Lernens mit Web 2.0.
* zitiert aus dem Ergebnisbericht «Informelles Lernen mit Web-2.0-Medien» von T. Jadin und E. Zöserl.
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